Eine Kryobehandlung generell ist eine Thermobehandlung mittels Kälte. Hierbei wird der Temperaturunterschied zwischen Körper und Umgebung ausgenutzt. Das Wort „Kryo“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet kalt bzw. Kälte. Kälte wird bereits seit der Antike eingesetzt. Der berühmte Arzt Hippokrates und Galen beschreiben den Einsatz von Kälte bei Schmerzen und bei Bewegungseinschränkungen.
Bei der Ganzkörperkältebehandlung wird der gesamte Körper gekühlt. Eisbaden ist jedem ein Begriff bei Wassertemperaturen, um die 5°C. Es geht noch viel kälter.
1980 entwickelte der japanische Arzt Dr. Toshima Yamauchi die weltweit erste Kältekammer, einen begehbaren Kühlraum mit therapeutischen Temperaturen von bis zu -110°C. In Saint Petersburg griff Herr Professor Baranov die Forschungen von Herrn Yamauchi auf und entwickelte die erste Einpersonen-Kältekammer bzw. Eissauna, welche sogar bei ca. -160°C betrieben wird.
Seltsamerweise sind die Extremkältebehandlungen besser verträglich als das Eisbaden. Dies ist physikalisch durch die Thermodynamik erklärbar. Wasser hat eine deutliche höhere Wärmeleitfähigkeit als Luft, d.h. Temperaturunterschiede übertragen sich schneller durch das Wasser auf einen Körper als durch die Luft und außerdem ist die Körperempfindung ganz unterschiedlich.
Dadurch dass die runtergekühlte Luft bei der Eissauna und Kältekammer kaum noch Feuchtigkeit enthält, wird diese nicht als so extrem kalt empfunden, obwohl die Hautoberfläche schneller und stärker runterkühlt. In den 90iger Jahren entwickelte Professor Baranov basierend auf den Forschungsergebnissen von Dr. Toshima Yamauchi die erste Kryosauna in Russland, welche er schließlich serienreif unter der Marke Krion produziert.